Carmen

Musiktheater nach der Oper von Georges Bizet und der Novelle von Prosper Mérimée

Auf der Bühne im Burghof
Musikalische Leitung: Marty Jabara / Inszenierung: Daniel Ris / Bühne: Steven Koop / Kostüme: Gabriele Kortmann / Choreographie: Jan Nicolas Bastel / Dramaturgie: Carola Söllner

Im Sommer 2021 widmen sich die Burgfestspiele erstmalig einer Oper. Die tragische Geschichte über die zerstörerische Macht der Liebe war bei ihrer Uraufführung 1875 ein revolutionärer Bruch mit den Konventionen des Genres, wurde aber bald zu einem der größten Welterfolge der Theatergeschichte. Don José, ein einfacher Soldat, liebt Micaëla – doch Carmen verführt ihn und raubt ihm den Verstand. Im Streit erschlägt Don José aus Eifersucht seinen Vorgesetzten Zuniga und wird zum Gesetzlosen. Doch Carmens Liebe kennt nur Freiheit und bindet sich an keinen Mann.

Der zeitlose „Carmen“-Stoff hat bereits zu verschiedensten Variationen inspiriert: von der US-amerikanischen „Carmen Jones“ über Peter Brooks „Tragödie der Carmen“ bis zu Carlos Sauras Verfilmung, die ein wahres Flamenco-Fieber auslöste. Für die Burgfestspiele werden Daniel Ris und Marty Jabara wiederum eine ganz eigene Fassung neu entwickeln. Konzentriert auf die Psychologie der wesentlichen Figuren der Handlung folgt die Geschichte der Novelle von Prosper Mérimée. Das musikalische Arrangement von Bizets Komposition wird die weltbekannten Melodien in Richtung des Jazz und der Musik der Sinti und Roma interpretieren – live musiziert von einer fünfköpfigen „Gypsy-Band“.

Mit: Florentine Beyer (Micaëla), Wiebke Isabella Neulist (Carmen), Jan Nicolas Bastel (Escamillo), Georg Lorenz (Zuniga / Garcia), Andreas Schneider (Don José) und Merten Schroedter (Morales / Lillas Pastia) und der Carmen-Band: Marty Jabara (Keyboard & Marimbaphon), Peter Hensen (Percussion) Alexander Felder (Bass & Gitarre), Wolfgang Klüfer (Klarinette & Querflöte) und Jaroslav Mezinsky alternierend mit Yuliia Danyliv (Geige)

Spieldauer: ca. 95 Minuten - keine Pause

 Die Premiere CARMEN wird präsentiert von der Energieversorgung Mittelrhein.

 

Pressestimmen

Rhein-Zeitung vom 5. Juli 2021

„Auch wenn der Titel es anders vermuten lässt, steckt hinter dieser „Carmen“ mehr als wohlbekanntes Opernmaterial – sowohl auf musikalischer als auch auf gesellschaftskritischer Ebene. So beschäftigt sich das Stück – mit Live-Musik auf hohem Niveau – mit Themen wie Fremdenhass und Geschlechterkampf unter Zuhilfenahme durchdachter Figuren mit neuem Tiefgang. (…) Zum dritten Mal hat Marty Jabara die musikalische Leitung bei den Burgfestspielen übernommen und noch viel mehr: Er hat die bekannten Nummern der Bizet-Oper arrangiert für die Band die er als einer von fünfen vom Keyboard aus leitet. Wie kunstvoll er dabei vorgegangen ist, schlau gekürzt und umgestaltet hat, von Swing Soundwölkchen bis Gypsy-Jazz verschiedene Felder erschließt – das allein ist in dieser verkleinerten Form schon ganz großes Theater im musikalischen Brennglas. (…) Die Opernmelodien von Sängern zu hören die eher im Musical zu Hause sind, ist verblüffend – auf einmal hört man Gewohntes ganz anders, ungekünstelter. (…) Eine „Carmen“ also jenseits aller Erwartungen – vertraut und fremd und neu zugleich und eben kein Erfolgsstück von der Stange.“

TV Mittelrhein vom 5. Juli 2021

„Die Neuinszenierung als Musiktheater in Anlehnung an die ursprüngliche Novelle von Prosper Mérimée durch den scheidenden Intendanten Daniel Ris setzte erneut ein Ausrufezeichen. Die durchaus tragische Geschichte der freiheitsliebenden Carmen, die es ablehnt sich ihrer patriarchalisch dominierten Umwelt zu unterwerfen, wird ebenso farbenprächtig wie atmosphärisch auf die Bühne gezaubert. (…) Es bewegt sich erneut auf musikalischem wie darstellerischem Top-Niveau und sorgte für Begeisterungsstürme beim Publikum. Prädikat: nicht nur empfehlenswert sondern: Auf keinen Fall verpassen!“

Mayen am Wochenende vom 10. Juli 2021

„Eine gelungene Premiere und zugleich eine Abschiedsvorstellung nach Maß! Daniel Ris holt zum Ende seiner Intendanz in Mayen noch einmal weit aus, bedient sich für seine Carmen-Inszenierung gleichermaßen an Novelle und Oper, kratzt Zuckerguss und Pomp runter - und kreiert ein psychologisches Drama ohne Stereotype und Konventionen. (…) Daniel Ris brilliert mit Burgfestspiel-Inszenierung (..) Absolut sehenswert! Daniel Ris gelingt mit seiner Inszenierung für die Burgfestspiele eine einmalige Version und macht seinen Abschied von Mayen perfekt."

Blick aktuell vom 5. Juli 2021

„Die Burgfestspiele präsentieren einen der größten Welterfolge der Theatergeschichte. Eindrucksvolles Musiktheater über Liebe und Freiheit! (…) Die Darbietung der Mayener Fassung um Liebe, Freiheit und Tod war absolut gelungen!“

klassikinfo.de vom 3. Juli

„Ja, auch Burgfestspiele können spannend sein. In Mayen begeistert eine „Carmen“ in reduzierter Fassung. (…) Da man auf Deutsch singt und spielt, stellt sich die Frage, wie man mit dem Z-Wort umgeht. Carmen – von Wiebke Isabella Neulist hinreißend und facettenreich interpretiert – wird von Zuniga (Georg Lorenz) als Zigeunerin diskriminiert. Carmen selbst bezeichnet sich als Romni. Und fällt in der Habanera vom Deutschen bald ins originale Französisch, bald ins Englische. Und wenn es sein muss, singt und spricht sie eben auch Romanes. Das wirkt alles unverkrampft und souverän. (…) Florentine Beyer als Micaëla ist als Carmens Gegenspielerin keine Piepsmaus vom Lande, sondern eine selbstbewusste junge Frau, die sich weder von übergriffigen Soldaten noch von Carmen einschüchtern lässt. Bizets süße Melodien singt sie mit einem leichten Musical-Einschlag und lässt sie doch in ihrer Substanz intakt. Überhaupt muss man Marty Jabaras Musikfassung loben, die das Wesen der Opernmusik auch in der Reduktion erhält. (…) Jan Nicolas Bastel, ausgebildet an der Akademie des Tanzes in Mannheim und im Musicalstudiengang der Folkwangschule Essen, singt und tanzt so temperamentvoll, dass er vom Publikum den stärksten Beifall erhält. Bastel hat auch die Tänze der übrigen Darsteller einfallsreich und dynamisch choreographiert, was der Aufführungen einen zusätzlichen Schub verschafft. (…) Die Mayener Fassung folgt geschickt den psychologischen Fäden der Handlung und drückt doch das Wesentliche durch Bizets Musik aus, die in diesem Arrangement weniger die Köpfe vernebelt als bisweilen im Opernhaus, wenn das Kulinarische siegt. (…) Ein rundum lohnender Abend, fanden wir.“

WochenSpiegel vom 7. Juli 2021

„Intendant Daniel Ris kann in seinem Abschiedsjahr zufrieden sein, denn „Carmen“ kommt völlig anders als erwartet auf die Bühne. (…) Wie ein spritziger, fruchtiger Wein an einem lauen Sommerabend – das ist die gelungene Mixtur von Oper und Novelle. (…) „Carmen“ voller Leidenschaft!“

Besetzung

Termine

Buchen Sie Ihre Karten jetzt online.