Ernst sein ist wichtig

Titelbild Ernst sein ist wichtig

Komödie von Oscar Wilde
Premiere am 15. Juni 2019 auf der Bühne im Burghof
Inszenierung: Carola Söllner / Bühne: Steven Koop / Kostüme: Gabriele Kortmann / Musik: Hallam London / Technische Leitung: Harald Witt

Spieldauer ca. 2 Stunden und 15 Minuten inklusive Pause

Oscar Wildes meistgespieltes und erfolgreichstes Stück ist ein Höhepunkt der Komödienkunst. Um ungestört ihren Vergnügungen nachzugehen, erfinden die beiden Dandys Algernon und Jack kurzerhand imaginäre Freunde und Verwandte, um die sie sich angeblich kümmern müssen. Zunächst ersinnt Algernon einen kranken Freund namens Bunbury, um regelmäßig auf’s Land fahren zu können, während Jack sich seinen Bruder Ernst ausdenkt, um Gründe zu haben, in die Stadt zu fahren. Doch die Dinge werden komplizierter, als sich Jack alias Ernst in Algernons Cousine Gwendoline verliebt, die darauf besteht, ausschließlich einen Mann zu heiraten, der auch wirklich „Ernst“ ist. Algernon wiederum fährt heimlich als Jacks Bruder auf’s Land und findet Gefallen an Cecily, Jacks Mündel – die ihrerseits von dem angeblich so wilden Leben des erfundenen Ernstes fasziniert ist. Aber: Wie wird man „Ernst“, wenn man eigentlich genau das Gegenteil ist?

Wer wünscht sich nicht hin und wieder eine zweite Identität, die einem im Zweifelsfall ein paar Eskapaden erlaubt? Wilde selbst nennt das Spiel „eine triviale Komödie für seriöse Leute“. Sie lebt von turbulenten Verwicklungen und dem Spiel um Doppeldeutigkeiten - und Satz für Satz bestechen die Dialoge mit ihrem geistreichen Witz.

Mit: Eva Patricia Klosowski (Gwendolen), Wiebke Isabella Neulist (Cecily), Annette Potempa (Miss Prism), Dejan Brkic (Lady Bracknell & Merriman), Thomas Kollhoff (Lane & Dr. Chasuble), Aniello Saggiomo (Algernon) und Andreas Schneider (Jack)

WOCHENSPIEGEL vom 19.06.2019

"Der Gradmesser für eine erfolgreiche Premiere war denkbar klar: Das Publikum dankte dem Ensemble mit stehenden Ovationen. (…) Sommertheater, wie es sein soll."

mayenerleben.de vom 17.06.2019

"Die schauspielerische Leistung überzeugt aus jedem Blickwinkel nach bester Boulevardkomödienmanier. (...) Carola Söllner inszeniert Oscar Wildes Theaterstück unterhaltsam modern, ohne den Anspruch eines Kunstwerkes aus den Augen zu verlieren. Die Geschichte selbst (…) fasziniert durch eine fantasievolle und geschmeidige Darstellung. Gestik und Sprache sind temporeich und spielerisch elegant zugleich. Zahllose Details vom schrillen Make-up, über schräge Kostümen bis zu einem jaulenden Theremin als Ausdrucksmittel des egozentrischen Algernon, machen Wildes Gesamtkunstwerk zu einer modern ausgestalteten Verwechslungskomödie. Ein gewagter Schritt, mit dem Carola Söllner den betagten Klassiker in eine frische Komödie verwandelt."

Mayen EXTRA vom 26.06.2019

"Carola Söllner zeigte bei ihrer ersten Inszenierung auf der großen Bühne im Burginnenhof viel Mut, der belohnt wurde. Zusammen mit dem modernen Bühnenbild von Steven Koop und den herausragenden Kostümen von Gabriele Kortmann wurde der Abend zu einem Gesamtkunstwerk."

RHEIN ZEITUNG vom 17.06.2019

"Von den prall gefüllten Zuschauerrängen brandet dem achtköpfigen Ensemble und dem Regieteam um Carola Söllner nach zweieinhalb Stunden stürmischer Applaus entgegen."

BLICK AKTUELL vom 17.06.2019

"Was für ein gelungener Kontrast: Einer Zeit der Comedyüberflutung und des mitunter übertriebenen Dampfhammerhumors setzen die Mayener Burgfestspiele eine großartige, witzige Inszenierung entgegen, die das Humorzentrum leise, aber subtil erobert. (…) Abgerundet wird diese gelungene Inszenierung im Innnenhof der Mayener Genovevaburg durch das Zusammenspiel des Bühnenbilds von Steven Koop  und der Kostüme von Gabriele Kortmann, die eine Verbindung zur Kinoversion von „Alice im Wunderland“ herstellen lassen, aber die jeweiligen Charaktere geschickt verstärken und visualisieren. Als Kirsche auf der Torte wirkt die musikalische Untermalung von Hallam London, die an verschiedenen Stellen die vorherrschende Stimmungslage unterstreicht und die Tribünengäste entsprechend „taktet“. In den heutigen lauten Zeiten lohnt sich ein Blick auf dieses Kleinod an Theaterkunst allemal, auf ein aussagekräftiges und gleichzeitig humorvolles Statement der Theaterwelt."

 

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