Er ist wieder da

Titelbild Er ist wieder da

Komödie nach dem Roman von Timur Vermes
Premiere am 6. Juli 2019 auf der Kleinen Bühne im Alten Arresthaus
Inszenierung und Spielfassung: Mirko Böttcher / Bühne: Steven Koop / Kostüme: Gabriele Kortmann / Musik: Matthias Manz / Dramaturgie: Daniel Ris / Technische Leitung: Harald Witt

Spieldauer ca. 2 Stunden inklusive Pause

Adolf Hitler erwacht auf einem leeren Grundstück in Berlin-Mitte. Ohne Krieg, ohne Partei, ohne Eva. Im tiefsten Frieden, unter Tausenden von Ausländern und Angela Merkel. Eine gefühlte Ewigkeit nach seinem vermeintlichen Ende strandet er in der Gegenwart und startet gegen jegliche Wahrscheinlichkeit eine neue Karriere – im Fernsehen. Dieser Hitler ist keine Witzfigur und gerade deshalb erschreckend real. Und das Land, auf das er trifft, ist es auch: zynisch, hemmungslos erfolgsgeil und auch trotz Jahrzehnten deutscher Demokratie vollkommen chancenlos gegenüber dem Demagogen und der Sucht nach Quoten, Klicks und "Gefällt mir"-Buttons. Und jetzt ist der „GröFaZ“, der „Größte Feldherr aller Zeiten“, auch in Mayen „wieder da“ - live auf der Kleinen Bühne im Alten Arresthaus.

Eine Persiflage? Eine Satire? Polit-Comedy? „Er ist wieder da“ ist all das und noch mehr. Das literarische Kabinettstück stand über 130 Wochen auf der SPIEGEL Bestsellerliste und wurde in 41 Sprachen übersetzt. Über eine Million Kinobesucher sahen die Verfilmung.

Lachen über Hitler? Darf man das? Finden Sie es selbst heraus. Wir leben schließlich in einem freien Land. Noch.

Mit: Alessa Kordeck (Frl. Krömeier u.a.) und Uwe-Peter Spinner (Adolf Hitler)

RHEIN ZEITUNG vom 8. Juli 2019

"Die von Mirko Böttcher inszenierte Aufführung in Mayen zieht die Zuschauer in den Bann. Schon beim ersten Auftritt von Uwe-Peter Spinner in der Rolle Hitlers geht ein leichtes Schaudern durch den Hof, als sei der Leibhaftige wieder auferstanden: Schnarrstimme mit rollendem R, Gestik, Mimik, Sprechweise und Wortwahl: Alles weckt ungute Erinnerungen – und zugleich animiert es zum Lachen, die wohl beste Waffe gegen drohendes Unheil. (...) Die mit Pause gut zweistündige Veranstaltung bietet noch einen zweiten Protagonisten auf: die Schauspielerin Alessa Kordeck. Sie findet sich in zehn verschiedenen Rollen ein, in teils atemberaubendem schnellem Wechsel. Zum Beispiel als Fräulein Krömeier, Hitler-Junge Ronaldo, als Chefin einer Fernsehproduktionsfirma oder Türkin Aysche. Eine feine Leistung. (...) Während es in der ersten Hälfte des Stücks noch viel Applaus gibt und das Publikum sich noch unbefangen und gelöst amüsiert, stockt den Zuschauern mit zunehmender Dauer der Atem. Das Unheil hat seinen Lauf genommen. Satire ist auf einmal Wirklichkeit geworden.(...) das große kleine Schauspiel nach dem Roman von Timur Vermes erfüllte die Kleine Bühne im Arresthaus auf eindrucksvolle Weise."

BLICK AKTUELL vom 16. Juli 2019

"Spinner schafft es schnell mit seiner Gestik, der Mimik und dem rollenden 'R'  in der Sprache die Illusion perfekt zu machen - Er ist wieder da. (...) Und natürlich birgt diese Ausgangslage jede Menge Situationskomik, die von Spinner und seiner kongenialen Partnerin Alessa Kordeck, die in gleich zehn verschiedenen Rollen ihre komödiantische Klasse und Vielfalt unter Beweis stellt, großartig genutzt wird. (...) Damit befindet man sich nach einem unterhaltsamen Theaterabend mit zwei großartigen Akteuren wieder mitten in der Realität. (...) Damit hat diese Inszenierung den ganz großen Auftrag des Theaters erfüllt - gute Unterhaltung die gleichzeitig zum Nachdenken anregt."

MAYEN AM WOCHENENDE vom 13. Juli 2019

" 'Er ist wieder da' ist nicht nur Satire oder Polit-Comedy, es ist die gnadenlose Offenlegung einer Gesellschaft und ihrer unersättlichen Suche nach dem Außergewöhnlichen - per Quoten und Klicks. (...) Mein Fazit: ein absolutes Muss in diesem Festspielsommer, weil das Thema Rechtsextremismus ein ganz aktuelles ist, der Nationalsozialismus nicht aus dem Gedächtnis verdrängt werden darf und Verharmlosung gefährlich ist. Intellektuelle Auseinandersetzung ausdrücklich erwünscht."

Mayen EXTRA vom 10. Juli 2019

"Die bitterböse Politsatire, inszeniert von Mirko Böttcher, sorgt für viele Lacher, aber im Laufe des Abends auch zunehmend für ein ausgesprochen beklemmendes Gefühl bei den Zuschauern. (...) Dies gelingt vor allem auch wegen der schauspielerischen Leitung der beiden Akteure. (...) Uwe-Peter Spinner zeiht als Adolf Hitler durch die unverkennbare Betonung in der Sprache und der passenden Gestik die Zuschauer in seinen Bann. Und Alessa Kordeck fasziniert mit einer temporeichen Verwandlung, denn sie schlüpft in zwei Stunden scheinbar mühelos in gleich zehn verschiedene Rollen. (...) Zwanzig Aufführungen waren angesetzt, die allesamt schon vor dem Start ausverkauft waren. Für weitere fünf Zusatzvorstellungen waren die Tickets innerhalb kurzer Zeit vergriffen. Ein deutliches Zeichen dafür, dass die Burgfestspiele mit dieser mutigen Stückauswahl den Nerv des Publikums getroffen haben."

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