Mehr als nur Theater!

Portrait

Die Burgfestspiele

Die Burgfestspiele prägen insbesondere im Sommer das Bild der Stadt Mayen. Sie sind fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Rheinland-Pfalz und locken jährlich rund 30.000 Besucher in ihre beiden historischen Spielstätten im Herzen Stadt.

Eingebunden in die mittelalterliche Stadtbefestigung erhebt sich die GENOVEVABURG oberhalb des Marktplatzes an der Südwestseite der Stadt. Die besondere Atmosphäre des romantischen Innenhofs am Fuße des mächtigen Goloturms macht einen Besuch der Mayener Burgfestspiele zu einem besonderen Erlebnis. Auf dem Spielplan stehen hier jedes Jahr ein Familienstück, ein Schauspiel und eine musikalische Produktion.

Die Kleine Bühne der Festspiele befindet sich im ALTEN ARRESTHAUS. Besonders beliebt ist das Alte Arresthaus aufgrund seiner intimen Atmosphäre. Auf dem Spielplan stehen hier insbesondere kleine Schauspiel-Produktionen mit hohem Unterhaltungswert.

Besonders stolz sind die Mayener Bürgerinnen und Bürger, dass Mario Adorf, einer der bekanntesten deutschen Schauspieler und Sohn der Stadt, die Patenschaft der Burgfestspiele übernommen hat und diese bis heute begleitet.

GESCHICHTE

Die Geschichte der Burgfestspiele Mayen beginnt im Jahre 1980, in dem die romantische Genovevaburg anlässlich ihres 700-jährigen Bestehens eine Woche zur Bühne wurde. Glanzpunkt der Festlichkeiten war eine Aufführung der romantischen Genovevasage am Fuße der mittelalterlichen Burg, die die Mayener Bevölkerung sowie Besucher und Besucherinnen derart begeisterte, dass man sich entschloss die Burgfestspiele zu einer festen Einrichtung werden zu lassen.

1982 wurde erstmalig der romantische Burghof zur Kulisse für „Jedermann“ und „Dornröschen“, wobei zunächst Gastspiele der Landesbühne Rheinland-Pfalz und anderer Festspielstädte das Programm der ersten Jahre bestimmten. Aufgrund stetig  steigender Zuschauerzahlen und immer größerer Beliebtheit der Festspiele wurden 1987 die Burgfestspiele Mayen mit eigenem Ensemble und mit eigener Intendanz geboren.  Besonders stolz waren und sind die Mayener Bürgerinnen und Bürger, dass Mario Adorf, einer der bekanntesten deutschen Schauspieler und Sohn der Stadt, die Patenschaft der Burgfestspiele übernommen hat und diese bis heute begleitet.

 

Die Burgfestspiele prägen insbesondere im Sommer das Bild der Stadt Mayen. Sie sind mittlerweile fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Rheinland-Pfalz und locken jährlich über 30.000 Besucher auf die Genovevaburg im Herzen der Stadt.

SPIELSTÄTTEN

Die Genovevaburg

Eingebunden in die mittelalterliche Stadtbefestigung erhebt sich die Genovevaburg oberhalb des Marktplatzes an der Südwestseite der Stadt. Urkundliche Erwähnung findet die Burg erstmals im Jahr 1281, doch gilt es als sicher, dass ihr Bau bereits ein Jahr zuvor unter dem Trierer Kurfürsten Heinrich II. von Finstingen begonnen wurde. Die Burg ist das Wahrzeichen der Stadt und wurde seit ihrer ersten Zerstörung im Jahr 1689 mehrfach rekonstruierend wiederaufgebaut. Ihr Name basiert auf einer Sage, nach der auf der gleichen Anhöhe der Sitz des Pfalzgrafen Siegfried und seiner Frau Genoveva von Brabant gewesen sein soll.

Seit 1987 finden hier die Burgfestspiele Mayen mit einem eigenen Ensemble statt. Die besondere Atmosphäre des romantischen Innenhofs am Fuße des mächtigen Goloturms macht einen Besuch der Mayener Burgfestspiele zu einem besonderen Erlebnis.

Gespielt wird in Richtung der großen Wehrmauer, da diese in der Umsetzung der Bühnenbilder eine große gestalterische Freiheit bietet. Die Tribüne bietet Platz für bis zu 492 Personen.

Das Alte Arresthaus

Das Alte Arresthaus finden Sie in der Mayener Innenstadt im Stehbach 31. Es wurde um 1880 erbaut und 1904 aufgestockt. Früher diente es als Gefängnis. Im Untergeschoss befindet sich die Stehbach-Galerie des Mayener Künstlers Richard French. In der Stehbach-Galerie werden wechselnde Ausstellungen bildender Künstler präsentiert. Kurse werden dort ebenfalls angeboten. 

Der Innenhof des Alten Arresthauses dient als „Kleine Bühne“ bei verschiedenen Aufführungen der Burgfestspiele. Auch auf unserer kleinen Spielstätte sind weder der Zuschauerraum noch die Bühne überdacht. Ebenfalls im Innenhof befinden sich die Märchenfiguren des Mayener Künstlers und früheren Leiters der Steinmetzfachschule, Prof. Carl Burger. Besonders beliebt ist die Spielstätte im Alten Arresthaus aufgrund ihrer intimen Atmosphäre.

Die bis zu 100 Zuschauer sitzen im Freien an Bistro-Tischen und können während der Vorstellung ein Gläschen Wein oder kleine Köstlichkeiten genießen.

INTENDANTEN

Alexander May, geboren 1970 in Trier, absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Steinbildhauer und Steinmetz und arbeitete einige Jahre in diesem Beruf. 1999 gründete er die freie Theatergruppe „Fragment“, mit der er zahlreiche Produktionen in Berlin realisierte. Parallel dazu arbeitete er als Regieassistent u.a. mit Claus Peymann am Burgtheater Wien, Thomas Langhoff am Deutschen Theater Berlin und Christoph Schlingensief an der Volksbühne am Rosa Luxemburgplatz Berlin. 2001 bis 2005 war er Regieassistent am Bayerischen Staatsschauspiel München, wo er u.a. mit Barbara Frey und Jan Bosse arbeitete, 2005 inszenierte er dort GENUA 01 von Fausto Paravidino. Seit 2005 ist Alexander May als freier Regisseur für Schauspiel, Oper und Hörbuch tätig.

Von 2014 bis 2017 war er als künstlerischer Direktor am Theater Pforzheim tätig. In der Übergangsspielzeit 2017/18 übernahm er als Mitglied der Theaterleitung des Theaters Trier die Aufgaben als Chefdramaturg und Regisseur. Von 2018 bis 2020 arbeitete er als Stellvertretender Intendant, Chefdramaturg und Regisseur am Rheinischen Landestheater Neuss.

Seit 2017 inszeniert Alexander May die jährliche Arenashow des Kaltenberger Ritterturniers mit über 200 Mitwirkenden. Die Veranstaltung findet in der Kaltenberger Arena vor jeweils über 10.000 Zuschauern statt. Ab der Spielzeit 2022 ist Alexander May für 2 Jahre Mitglied der Interrimsleitung des Landestheaters Schwaben. 

2021 hat Alexander May die Intendanz der Burgfestspiele übernommen. Unter dem Motto „Querköpfe“ geht May in seine erste Spielzeit. Dabei im Zentrum: bunte Vielfalt, Theater für alle!

Nach seinem Diplom an der Westfälischen Schauspielschule Bochum war Daniel Ris als Darsteller in Dortmund, Bielefeld und Frankfurt am Main tätig. Als Ensemblemitglied des Theaters Konstanz begann er 1996 auch zu inszenieren. Ab 1998 arbeitete er freiberuflich. Er spielte unter anderem an den Staatstheatern Stuttgart und Hannover, an der Neuköllner Oper Berlin, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, bei den Burgfestspielen Bad Vilbel und bei den Gandersheimer Domfestspielen. Regie führte er weiterhin in Konstanz sowie auch an den Theatern in Aachen, Augsburg, Baden-Baden, Bremerhaven, Heilbronn, an der Landesbühne Hannover und den Staatstheatern in Darmstadt und Oldenburg sowie bei Freilicht-Aufführungen auf der Wilhelmsburg in Ulm und bei den Burgfestspielen Bad Vilbel. 2011 schloss er ein Masterstudium Kulturmanagement an der Universität Zürich mit Auszeichnung ab.

Daniel Ris erweiterte 2017 zum ersten Mal in der Geschichte der Festspiele das Angebot um eine Produktion speziell für Jugendliche. Unter dem Motto „Vielfalt“ standen neben den fünf Eigenproduktionen auch Late-Night, Comedy, Gastspiele und viele andere Festspiel eXtras auf dem Spielplan.

Nach einer umfassenden Schauspielausbildung folgt das erste Engagement am Züricher Kleintheater „Theatralli“, dessen Leitung er kurz darauf übernimmt. Die Stationen seiner Theaterlaufbahn führen ihn zunächst von Zürich über Marburg, Düsseldorf und Ingolstadt nach Kaiserslautern. Mit jedem Engagement wachsen die Möglichkeiten, sodass die Nüesch’sche-Theater-Palette nicht nur Schauspiel, sondern auch Operette, Musical, Regie und das Schreiben neuer Stücke bereithält. Neben vielen Auftritten in Funk und Fernsehen, Inszenierungen und Gastspielen fällt die Entscheidung zur Eröffnung eines eigenen Hauses: das Turmtheater Regensburg. Nach sieben erfolgreichen Jahren in Regensburg folgt er dem Ruf des Theaters an der Rott in Eggenfelden, wo er 10 erfolgreiche Jahre als Intendant verbringt. 2007 übernimmt er als Intendant der Burgfestspiele Mayen die Nachfolge von Pavel Fieber.

Durch seine klassischen Schauspielinszenierungen, Komödien und das Fortsetzen der erfolgreichen Musicaltradition gelingt es Peter Nüesch die Burgfestspiele durch zehn erfolgreiche Jahre zu führen.

Ist als Schauspieler, Regisseur und Intendant an unzähligen Bühnen engagiert. Von 1969 bis 1972 leitete er gleichzeitig die Opernschule am Peter-Cornelius-Konservatorium der Stadt Mainz und gründete das Theater an der Mainzer Universität. Von 1972 bis 1974 war Fieber Oberspielleiter am Theater Oberhausen, von 1974 bis 1978 am Stadttheater Ingolstadt. Er inszenierte mehrere Erst- und Uraufführungen von Pavel Kohout und Václav Havel. Von 1978 bis 1985 arbeitete er als freier Schauspieler und Regisseur unter anderem am Theater Wuppertal, am Theater Bonn, am Schauspielhaus Düsseldorf, am Theater des Westens in Berlin, an der Staatsoper Hamburg, am Staatstheater Karlsruhe, am Staatstheater Darmstadt und am Staatstheater Stuttgart. Von 1985 bis 1991 war Fieber Intendant am Theater Ulm. Von 1991 bis 1997 wirkte er als Intendant am Pfalztheater Kaiserslautern. 1997 wechselte er als Generalintendant an das Badische Staatstheater Karlsruhe, wo er bis 2002 amtierte. Von 2000 bis 2003 übernahm er zudem die künstlerische Leitung der Luisenburg-Festspiele in Wunsiedel.

Während seiner Amtszeit als Intendant der Burgfestspiele Mayen, brachte Pavel Fieber zusätzlich das bis dahin nicht gespielte Genre „Musical“ auf die Bühne der Genovevaburg. Das Ensemble wurde durch bekannte Film- und FernsehschauspielerInnen unterstützt.

Heyse inszenierte in seiner Zeit als Intendant der Festspiele ein breites Repertoire, das die Stücke der Antike, Dramen von William Shakespeare, die deutschsprachigen Autoren der Klassik und Romantik, aber auch Stücke der Jahrhundertwende, der Moderne und des zeitgenössischen Theaters umfasste. Zu seinen bevorzugten Autoren als Regisseur gehörten William Shakespeare, Carl Sternheim und Bertolt Brecht; er inszenierte aber auch moderne Autoren, unter anderem Edward Bond.

Von 1964 bis 1966 war Heyse Oberspielleiter an den Bühnen der Stadt Bonn und anschließend bis 1970 am Schauspielhaus Bochum. Heyses Inszenierung des Theaterstücks „Musik“ von Frank Wedekind am Schauspielhaus Bochum wurde 1965 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Heyse arbeitete als Regisseur auch im Bereich Oper und Ballett.

Als Nachfolger von Karl Pempelfort wurde er Generalintendant an den Bühnen der Stadt Bonn (1970 bis 1981). Von 1979 bis 1984 leitete er die Luisenburg-Festspiele in Wunsiedel. Außerdem war er von 1983 bis 1985 Professor an der Folkwang Hochschule Essen. 

Krieg wirkte in deutschen Fernsehserien der 1960er und frühen 1970er Jahre als Haupt- und Gastdarsteller mit, so unter anderem in „Fernfahrer“, „Die Familie Hesselbach“ und „Tatort“. Neben seiner Arbeit für das Fernsehen, wirkte er auch in Filmen wie „Kein Hüsung“ und „Love from a Stranger“ (dt: Ein Fremder klopft an) mit. Daneben war er klassischer Theaterschauspieler, so in Penthesilea, von dessen Diomedes noch eine Fernsehaufzeichnung einer Frankfurter Aufführung von 1963 gelegentlich gesendet wird. Außerdem synchronisierte Krieg Hörspiele, z. B. von Karl May und war später Regisseur, Theaterleiter und Theateragent ZBF. Rudolf Krieg war mit der Schauspielerin Eva Kotthaus (* 1932) verheiratet. Der erfahrene Schauspieler und Regisseur beschäftige sich bereits in den Jahren 1986/87 mit dem Aufbau der Mayener Burgfestspiele. Völlig überraschend verstarb Rudolf Heinrich Krieg im Februar 1988.

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